#Fastnachtslesen_2017 – Weiberfasching und ich mache es mir gemütlich

fastnachtslesen_2017

(c) Tim Reckmann / pixelio.de

Guten Morgen ihr Lieben,

es ist soweit das #Fastnachtslesen_2017 beginnt. Hier ist es noch trüb und damit genau die richtige Stimmung ein Buch zu lesen anstatt sich auf dem Marktplatz die Beine in den Bauch zu stehen um auf 11.11 Uhr zu warten. Wer mich kennt weiß, dass ich mit dem Remmidemmi nichts anfangen kann und das als jemand der unweit des Rheins geboren wurde. Man sollte glauben, dass ich irgendetwas davon aufgesogen habe, aber dem ist nicht so. Ich habe nichts dagegen, wenn andere sich verkleiden und Fastnacht, Karneval, Fasching oder Fassenacht feiern, aber für mich ist dies nichts. Allenfalls mal eine Sitzung im Fernsehen und damit hat es sich.

Lang genug davon geredet und nun nehme ich lieber ein Buch in die Hand, kuschele mich in meinen Lesesessel bei einer guten Kanne heißen Tee und genieße die Mußestunde.

Dann will ich euch auch noch das Buch vorstellen. Ich habe mir vorgenommen, auf die Idee hat mich die liebe Kathrin von Phantásienreisen gebracht, dass ich ein neues Buch anfange. Ausgesucht habe ich mir eine Neuanschaffung der Woche. „Trümmerkind“ von Mechthild Borrmann. Bisher habe ich nur Gutes von dem Buch gehört und hoffe nun darauf, dass ich nicht enttäuscht werde.

9783426281376

Klappentext von der Verlagsseite:

In ihrem neuen Roman „Trümmerkind“ beschreibt die mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnete Bestseller-Autorin Mechtild Borrmann das Leben eines Findelkinds im vom Krieg zerstörten Hamburg von 1946 / 1947. Spannung und historisches Zeitgeschehen miteinander zu verknüpfen, versteht Borrmann, die auch für den renommierten Friedrich-Glauser-Preis nominiert war, wie keine andere deutsche Autorin. Dies stellt sie mit ihren Bestsellern „Wer das Schweigen bricht“, „Der Geiger“ und „Die andere Hälfte der Hoffnung“ und ihrem neuen Roman „Trümmerkind“ eindrucksvoll unter Beweis.
Der kleinen Hanno Dietz schlägt sich mit seiner Mutter im Hamburg der Nachkriegsjahre durch. Steine klopfen, Altmetall suchen, Schwarzhandel – das ist sein Alltag. Eines Tages entdeckt er in den Trümmern eine Tote – und etwas abseits einen etwa dreijährigen Jungen, der erstaunlich gut gekleidet ist. Das Kind spricht kein Wort, Verwandte sind nicht auffindbar. Und so wächst das Findelkind bei den Dietzens auf. Jahre später kommt das einstige Trümmerkind durch Zufall einem Verbrechen auf die Spur, das auf fatale Weise mit seiner Familie verknüpft ist …

Bibliografische Angaben:
Autor: Borrmann, Mechthild  Übersetzer:Titel: Trümmerkind Originaltitel: — Reihe: —  Seiten: 304 ISBN: 978-3-426-28137-6 Preis: 19,99 € (Hardcover) Erschienen: 02.11.2016 bei Droemer

Im Laufe des Tages werde ich auch immer wieder mal unter dem Hashtag #Fastnachtslesen_2017 twittern und meine Einschätzung zum Buch abgeben. Gleichzeitig werde ich aber auch hier weiter bloggen und euch hier im Blog auf dem laufenden halten. Jetzt werde ich allerdings erst mal meine Nase ins Buch stecken.

Bis später!

09.49 Uhr

Die ersten Zeilen sind gelesen und Mechthild Borrmann macht lange Sätze, die man dennoch gut verstehen kann. Die Stimmung ist auch direkt bedrückend und es kommt mir vor als ob ich Live dabei bin in Hamburg im Januar 1947.

Erstes wässrig violettes Licht zeigte sich am Horizont, schob sich über Schuttberge, fiel in Bombenkrater und zeichnete die Konturen der Trümmerlandschaft nach. (S. 5)

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16.50 Uhr

Zum Lesen bin ich heute noch nicht so richtig gekommen. Dafür musste zu viel am Blog gemacht werden und zugegeben ich habe auch etwas zu viel in der Gegend herum gesurft.
Dennoch habe ich es geschafft bisher 30 Seiten zu lesen. Das sind drei Kapitel in „Trümmerkind“ und auch drei Zeitwechsel. Zum einen habe ich Hanno und sein Schwester Wiebke in den Trümmerbergen Hamburgs begleitet und von ihrem Leben in den letzten Jahren erfahren, und zum anderen bin ich Anna im Jahr 1992 begegnet, die in Köln lebt und über das Gutshaus ihrer Mutter nachdenkt. Im dritten Kapitel gibt es dann den nächsten Sprung und ich befinde mich in den letzten Tagen des Krieges und lerne die Familie Anquist kennen, allen voran den alten Herrn und Gutsbesitzer.
Drei Zeiten und drei unterschiedliche Geschichten, aber alle vom Krieg geprägt und mich würde es nicht weiter wundern, wenn der alte Anquist etwas mit Anna zu tun hätte.
Jetzt bin ich zu Beginn des vierten Kapitels und bin mit Hanno und Wiebke, die mittlerweile den Jungen gefunden haben, auf dem Weg zur Mutter.
Der Schreibstil ist immer noch sehr angenehm und ich hoffe, dass ich gleich noch einiges lesen werde.
Wenn es meine Zeit zulässt und ich nicht völlig in der Geschichte gefangen bin, lesen wir uns später noch einmal, ansonsten morgen früh!

Eine andere Frage, wie ist die Schrift für euch zu lesen? Ich bin da am experimentieren und freue mich über eine ehrliche Meinung!
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11 Replies to “#Fastnachtslesen_2017 – Weiberfasching und ich mache es mir gemütlich”

  1. Das Buch geht/ging ja auch durch die Blogs und auf Facebook! Ich bin mir noch nicht ganz schlüssig, ob ichs lesen mag…

    Ich muss wie gesagt jetzt erst noch arbeiten, heut Nachmittag Arzttermin, wo ich nicht weiß, was mich erwartet, morgen bin ich ganz allein hier im Büro… wenn ichs noch schaffe, mich anzuschließen, dann kurzfristig!

    1. Hallo Nilis,
      kurzfristig geht hier auch immer. Du musst dir deswegen keine Gedanken machen. Ich drücke dir die Daumen für heute Nachmittag!
      Liebe Grüße
      Kerstin

  2. Liebe Kerstin,
    schön zu lesen, dass du so gut ins Fastnachtslesen starten konntest und dir deine Buchauswahl bisher so gut gefällt. Ich freu mich, dass ich dich mit einem „Neubeginn“ anstecken konnte. Interessant finde ich, dass du dir auch einen ähnlichen inhaltlichen Schwerpunkt herausgesucht hast – ich habe mich gestern dafür entschieden, „Ich heiße nicht Miriam“ zu lesen, das ja den Holocaust bzw.das Schicksal der Roma als Schwerpunkt hat – da setze ich also historisch gesehen kurz vor dir an.

    Ich hoffe, du kannst deine Lektüre weiter so genießen und bin gespannt auf alle Leseeindrücke.

    Liebe Grüße
    Kathrin

    1. Hallo Kathrin,
      du hast mich damit auch wirklich angesteckt. Erst dachte ich auch etwas zum Thema Holocaust zu lesen und zwar „Flügel aus Papier“. Aber dann fiel mir dieses schöne Buch in die Hände und die ersten Seiten lesen sich gut.
      Dein Buch muss ich direkt mal nachschlagen. Da mich das Thema immer noch brennend interessiert.
      Liebe Grüße
      Kerstin

    1. Hallo Vivka,
      schön, dass du mit dabei bist und das hast du ja bereits über Twitter gesagt. Wir Fastnachtsleser werden immer mehr und ich freue mich sehr darüber.
      Liebe Grüße
      Kerstin

  3. Dein Buch klingt ja auch faszinierend – ich lese sowas viel zu selten. Meine Tageslektüre macht mir allerdings auch Freude, auch wenn ich mich praktisch über Nacht erkältet habe: Hier der Post. Ich drehe jetzt noch weiter eine Blogrunde und mache es mir dann wieder mit „Der Rubin im Rauch“ von Philip Pullman bequem.

    1. Guten Morgen Sam,
      die Erkältung geht scheinbar reihum: Gute Besserung! Ich hoffe, sie hält dich nicht vom Lesen ab. Mit Pullman habe ich auch immer so meine Probleme, noch nicht einmal seine His Dark Materials-Reihe konnte mich fesseln. Dein Sachbuch hingegen hört sich interessant an, ich lese ja ab und an gerne Sachbücher.
      Mich interessiert die Zeit von 1900 bis zum Mauerfall brennend. Sobald ein Buch mit dieser Epoche rauskommt, muss ich es haben. Dabei ist es egal, ob Sachbuch oder Roman. Irgendwie versuche ich so mein Geschichtsdefizit, danke liebes Gymnasium, dass du so viel zu Römern und Griechen gemacht hast, aber alles andere nur angerissen hast, auszubessern.
      Jedenfalls liest sich „Trümmerkind“ total interessant und über die Aufbaujahre kurz nach dem Krieg habe ich noch nie etwas gelesen.
      Liebe Grüße
      Kerstin

      1. An unserer Schule war es eher umgekehrt; ich habe das Gefühl, mich zwei Jahre lang nur mit den Weltkriegen befasst zu haben. Über die DDR haben wir allerdings auch praktisch nichts gelernt, was wirklich schade und einfach falsch ist.
        Ich bin gespannt auf deine Meinung zu Trümmerkind, wenn du damit fertig bist!

      2. Das ist dann das andere Extrem. Unser Geschichtslehrer liebte alles bis zu 1845. Alles andere danach wurde dann kurz abgehandelt. Fast wie ein Datenblatt, aber halt ohne viel Hintegrundwissen. Das ging hauptsächlich für die Römer drauf und die interessieren mich zwar immer noch, aber halt nicht mehr so stark.
        ZU Trümmerkind werde ich noch mehr berichten.

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