Top-5 – die einhundertvierundachtzigste

Es wird wieder Zeit für die 184. Top-5 der Woche. Sehr oft habe ich in dieser Woche „Die Ärzte“ gehört und da vor allem „Westerland“. Davon kann ich einfach nicht genug bekommen. Aber auch die Rolling Stones sind wieder mit dabei und von ihnen gibt es „Anybody seen my baby?“ Außerdem habe ich in der vergangenen Woche wieder öfters ältere Lieder gehört und somit sind zwei ältere Songs mit in die Top-5 gerutscht. Zum einen Faithless mit „Salva Mea“ und Chumbawamba mit „Tubthumping“. Außerdem gibt es noch von The Saturdays „What about us“. Ich wünsche Euch allen viel Spaß mit den Liedern und frage wie immer:

Was waren denn eure Lieder der Woche?

Die Ärzte – Westerland
The Rolling Stones – Anybody seen my baby?
Faithless – Salva mea
Chumbawamba – Tubthumbing
The Saturdays – What about us

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In 365 Büchern durch das Jahr – Tag 250

Und weiter geht es mit den 365 Büchern durch das Jahr:

 Ein Titel, das eine Anrede beinhaltet, z.B. „Herr“, „Frau“, „Miss“ usw.

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Klappentext von der Verlagsseite:

„Als ich Frau Kugelmann das erste Mal sah, dachte ich, sie könnte gar nicht anders als Frau Kegel oder Frau Kugelmann heißen. Alles an ihr war rund, kugelrund, Augen und Ohren, Kopf, Hüfte, Beine, Bauch. Gerade so, als hätte man Kugeln aneinandergesetzt, kleine und große für Kopf und Körper und ein paar langgezogene für Arme und Beine. Einzig die Falten in Frau Kugelmanns Gesicht rebellieren gegen die rundliche Ordnung. Sie gehen eigene Wege und graben tiefe Furchen, wo immer sie wollen. Ja, und ihre Schuhe haben auch eine andere Form, es sind große ovale Schalen mit Riemchen, orthopädische Sandalen, die aus irgendeiner deutschen Schuhfabrik stammen, weil ältere Damen in Israel auf orthopädische Schuhe aus Deutschland schwören.“

Überraschend erhält Zippi die Nachricht, daß ihre kürzlich verstorbene Tante Halina ihr ein altes Fischbesteck vererbt hat. Sie reist nach Tel Aviv, um ihr Erbe selbst in Empfang zu nehmen. Kaum angekommen, da klopft es an der Tür ihres Hotelzimmers: Eine freundliche, ältere, vor allem sehr dicke Dame bittet darum, eingelassen zu werden. Bella Kugelmann, so stellt sie sich vor. Zippis ungeduldiger Versuch, sie abzuwimmeln, schlägt fehl. Aber dann beginnt Frau Kugelmann zu erzählen: von ihrer Jugend im polnischen Bedzin, von Eltern und Verwandten, Schulfreunden, dem schönen Adam und der stolzen Polin, von Fettauge, von Gonna und Kotek, dem Kätzchen, vom noblen jüdischen Fürstenberg-Gymnasium, von dem trickreichen Mantelverkäufer Teitelbaum, den starken Bachmanns. Es herrscht ein pulsierendes, sorgloses, scheinbar völlig unbeschwertes und fröhliches Leben in dieser Kleinstadt, so kurz bevor die Deutschen Polen überfielen und das Grauen begann. Frau Kugelmann erzählt wunderbare Geschichten von einer längst vergangenen Zeit, denen sich die junge Deutsche nicht entziehen kann. Und als Frau Kugelmann plötzlich ein altes Fischbesteck erwähnt, begreift Zippi, daß es sich hier um ihre eigene Familiengeschichte handelt.

Minka Pradelski, selbst Kind Überlebender, hat einen anrührenden, aber auch humorvollen Roman über eine fast vergessene Zeit und über das Schweigen zwischen den Generationen geschrieben: der Generation, die den Holocaust überlebt hat, und der ihrer Kinder, denen man nichts erzählt, auch nicht von der friedlichen Zeit „davor“, um sie mit Gedanken an Tod und Krieg nicht zu belasten.

„Und da kam Frau Kugelmann“ von Minka Pradelski ist mir letztens im Rahmen der AadS reloaded Challenge von Kermit wieder untergekommen, daher konnte ich mich noch so gut an das „Frau“ im Titel erinnern.